Entfernungszuschlag 2026 und Einkommensteuererklärung in Deutschland

Der tägliche Weg zur Arbeitsstätte ist kein privates Vergnügen. Der deutsche Staat ist sich dessen bewusst und berücksichtigt dies, indem er die Möglichkeit einräumt, die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte in der Steuererklärung abzusetzen. In diesem Artikel erfährst du, was bei dieser Art der Abrechnung berücksichtigt wird und was du als sogenannte Fahrtkosten von der Steuer absetzen kannst. 

Entfernungspauschale und Einkommensteuerberechnung

Die deutsche Pendlerpauschale beträgt 0,30 Euro pro Kilometer und bezieht sich auf Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Die maximale Höhe der Pendlerpauschale liegt bei 4.500 Euro. Sie gilt jedoch nicht in Fällen, in denen du mit dem eigenen Pkw oder einem Dienstwagen zur Arbeit fährst. Seit 2021 gilt ab dem 21. Kilometer eine erhöhte Pendlerpauschale von 38 Cent. Die Regelung wurde im Rahmen des Klimapakets beschlossen und gilt bis Ende 2026. Damit sollen unter anderem Pendler aus ländlichen Regionen entlastet werden, die keine Möglichkeit haben, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. 

Die deutsche Entfernungspauschale (Entfernungspauschale) beträgt 0,30 € pro Kilometer für die ersten 20 Kilometer zwischen Wohnort und erster Tätigkeitsstätte. Ab dem 21. Kilometer gilt ein höherer Satz von 0,38 €. Die Pauschale gilt unabhängig vom benutzten Verkehrsmittel.

Entfernungspauschale – was wird berücksichtigt?

Der tägliche Weg zur Arbeitsstätte ist kein privates Vergnügen. Der deutsche Staat ist sich dessen bewusst und berücksichtigt dies, indem er die Kosten der Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte als Werbungskosten (Werbungskosten) in der Steuererklärung zulässt, was die Steuerbemessungsgrundlage senkt. In diesem Artikel erfährst du, was bei dieser Art der Abrechnung berücksichtigt wird und was du als sogenannte Fahrtkosten von der Steuer absetzen kannst. 

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Entfernungspauschale und Einkommensteuerberechnung

Die deutsche Entfernungspauschale für Fahrten zur Arbeit (Entfernungspauschale) beträgt 0,38 Euro pro Kilometer ab dem ersten Kilometer und bezieht sich auf Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Die maximale Höhe der Pauschale liegt bei 4.500 Euro und gilt für alle Verkehrsmittel mit Ausnahme des eigenen Pkw (oder bereitgestellten Fahrzeugs), bei dem diese Grenze nicht gilt. 

Ab dem 1. Januar 2026 gilt ein einheitlicher Satz von 0,38 Euro pro km (ohne 21-km-Schwelle), was auf das Steueränderungsgesetz 2025 zurückgeht. Diese Erhöhung ist unbefristet und soll Pendler aus ländlichen Regionen entlasten, die keinen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr haben; die jährliche Entlastung beträgt 2026 rund 1,1 Mrd. Euro.

Entfernungspauschale – was wird berücksichtigt?

Schau dir an, worauf das Finanzamt in Deutschland achtet, wenn du für das laufende Steuerjahr die Entfernungspauschale im Rahmen deiner Steuererklärung geltend machen möchtest. 

Kilometergeld vom Arbeitgeber – einfache Entfernung

Der erste Punkt, auf den das deutsche Finanzamt bei der Entfernungspauschale achtet, ist die einfache Entfernung. Die volle Pendlerpauschale wird für jeden Arbeitstag gewährt, an dem du den Weg zur Arbeit und zurück tatsächlich zurückgelegt hast.

Entfernungspauschale – Anzahl der Fahrten

Du kannst die Entfernungspauschale nur für die Tage beantragen, an denen du tatsächlich zur ersten Tätigkeitsstätte gefahren bist. Bei einer Fünf-Tage-Woche sind das etwa 220 Fahrten pro Jahr. Dabei musst du Urlaubstage, Krankheitszeiten sowie Tage auf Dienstreisen, die zu Hause beginnen, abziehen. Für Tage im Homeoffice kannst du keine Fahrtkosten geltend machen. 

Entfernungspauschale in der Steuererklärung – erste Tätigkeitsstätte

Der Abzug der Fahrtkosten ist ausschließlich für die erste Tätigkeitsstätte möglich. Wer an mehreren Einsatzorten arbeitet, für den muss der Arbeitgeber festlegen, welcher davon die erste Tätigkeitsstätte ist. Das Finanzamt erkennt die erste Tätigkeitsstätte gemäß dem Arbeitsvertrag an. 

Steuerrückerstattung durch Entfernungspauschale – kürzeste Straßenverbindung

Bei der Ermittlung der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ist die kürzeste Straßenverbindung maßgeblich. Das Finanzamt berücksichtigt nur volle Kilometer; du kannst jedoch eine andere als die kürzeste Verbindung angeben, wenn sie verkehrsgünstiger ist und du sie regelmäßig nutzt. 

Die Entfernungspauschale in Deutschland kann die Steuerlast spürbar senken, besonders für Personen, die täglich zur Arbeit pendeln. Ab 2026 beträgt der Satz 0,38 Euro pro Kilometer, bereits ab dem ersten Kilometer, allerdings zählen nur die tatsächlichen Tage, an denen du zur ersten Tätigkeitsstätte gefahren bist. Daher lohnt es sich, Strecke, Anzahl der Fahrten und eventuelle Zuschüsse vom Arbeitgeber gut zu dokumentieren. 

Berechnung der Entfernungspauschale – mehrere Wohnungen

Wenn du von mehr als einer Wohnung aus zur Arbeit fährst, können Fahrten von der weiter entfernten Wohnung nur dann Grundlage für die Entfernungspauschale sein, wenn diese Wohnung Mittelpunkt deines Lebens ist und nicht nur gelegentlich aufgesucht wird. Seit 2014 gehört zu den Voraussetzungen dafür, dass eine Wohnung als Lebensmittelpunkt gilt, dass du mindestens 10 % der laufenden Kosten (Miete, Verpflegung usw.) trägst.

Steuerrückerstattung für gefahrene Kilometer – doppelte Haushaltsführung

Auch die Kosten für Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung können über die Entfernungspauschale berücksichtigt werden. Seit 2021 gilt außerdem eine erhöhte Entfernungspauschale für Pendler mit langen Strecken. Wenn dir der Arbeitgeber steuerfreie Zuschüsse für Fahrten nach Hause gezahlt hat, werden diese auf die dir zustehende Entfernungspauschale angerechnet.

Steuerrückerstattung durch Entfernungspauschale – was kann man absetzen?

Arbeitnehmer in Deutschland erreichen ihren Arbeitsplatz auf ganz unterschiedliche Weise. Deshalb tauchen oft Fragen und Zweifel dazu auf, was als Fahrtkosten von der Steuer abgesetzt werden kann. Wie sieht das in der Praxis aus? Für das Finanzamt spielt es keine Rolle, mit welchem Verkehrsmittel du zur Arbeit fährst. Bei einer kombinierten Anfahrt (zum Beispiel mit Auto und Bus) zählt die Entfernung der kürzesten Straßenverbindung sowie die Anzahl der gefahrenen Kilometer. Die Entfernungspauschale in Deutschland kann auch jedes Mitglied einer Fahrgemeinschaft beantragen. In diesem Fall brauchst du Umwege zum Abholen von Mitfahrern bei der Berechnung nicht zu berücksichtigen. Der Höchstbetrag der Entfernungspauschale von 4.500 Euro gilt auch bei gegenseitigen Mitfahrgelegenheiten an Arbeitstagenvon Personen, die kein eigenes Fahrzeug nutzen. Absetzbar sind außerdem Jobtickets und Zuschüsse zum öffentlichen Nahverkehr ohne Steuern und Sozialabgaben, die der Arbeitgeber seinen Beschäftigten gewährt. Diese Leistung muss jedoch in der Steuererklärung angegeben werden, damit das Finanzamt die Entfernungspauschale entsprechend kürzt.

Steuerrückerstattung für den Arbeitsweg – was kann man noch absetzen?

  • Dienstreisen in eine andere Niederlassung des Unternehmens.
  • Verpflegung, wenn du auf einer Dienstreise länger als acht Stunden von zu Hause abwesend bist.
  • Kundenbesuche/Schulungen/Messen (sofern du keinen privaten Umweg gemacht hast und der Arbeitgeber dir die Kosten nicht erstattet hat).
  • Unfallkosten auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause (zusätzlich zur Pendlerpauschale kannst du die entstandenen Kosten als außergewöhnliche Belastungen absetzen).
  • Reisekosten von Menschen mit Behinderung (wenn ein Grad der Behinderung von mindestens 70 oder 50 mit dem Merkzeichen G im Ausweis festgestellt wurde).
  • Fahrtkosten bei Arbeit im häuslichen Arbeitszimmer, das vom Finanzamt anerkannt ist.
  • Reisekosten bei selbstständiger Tätigkeit.

Deutsche Entfernungspauschale – was kann man nicht absetzen?

  • Steuerfreie Sachleistungen und pauschal versteuerte Erstattungen des Arbeitgebers für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte.
  • Entfernung, die du mit einem Dienstwagen zur Familienwohnung zurücklegst, wenn du das Fahrzeug unentgeltlich nutzen darfst.
  • Entfernung, die mit dem Flugzeug oder einem steuerfreien öffentlichen Verkehrsmittel zurückgelegt wird.

Zusätzliche Entlastung für Geringverdiener – Mobilitätsprämie

Geringverdiener, die im betreffenden Jahr keine Einkommensteuer zahlen (z. B. bei einem jährlichen Bruttolohn unterhalb des Grundfreibetrags, ca. 11–12 Tsd. € im Jahr 2026), können bei einer einfachen Entfernung zur Arbeit von mehr als 20 km die Mobilitätsprämie beantragen. Diese Entlastung beträgt 14 % der Entfernungspauschale und wird direkt nach der Veranlagung der Steuererklärung ausgezahlt.

Ab 2026 ist die Mobilitätsprämie unbefristet – zuvor war sie im Rahmen des Klimapakets zeitlich befristet. Sie gilt unabhängig von der Erhöhung der regulären Pauschale auf 0,38 €/km und soll Pendler aus ländlichen Regionen ohne Zugang zum ÖPNV unterstützen.

Beispielrechnung:

Bei einer Entfernung von 40 km zwischen Wohnort und erster Tätigkeitsstätte sowie 220 Arbeitstagen im Jahr:

  • Entfernungspauschale:
    40 km × 0,38 € × 220 Tage = 3.344 €
  • Mobilitätsprämie:

Die Mobilitätsprämie bezieht sich nur auf den Teil der Strecke ab dem 21. Kilometer, umfasst also in diesem Beispiel 20 km:

20 km × 0,38 € × 220 Tage = 1.672 €

Wie wird die Entfernungspauschale berechnet?

Die Berechnung der Entfernungspauschale für den Weg zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem privaten Fahrzeug ist nicht so kompliziert, wie es zunächst scheinen mag. In jedem Fall lohnt sich die Unterstützung durch eine Steuerberatung oder einen Lohnsteuerhilfeverein – oder man erledigt es selbst mit einem kostenlosen Programm für die deutsche Steuererstattung. Eines davon ist Taxando, das all deine steuerlichen Daten zur Entfernungspauschale sicher speichert und dich bei der Ermittlung der endgültigen Erstattungsbeträge für das laufende Steuerjahr unterstützt.

FAQ

Wie hoch ist die Entfernungspauschale im Jahr 2026?

Ab 2026 beträgt die Entfernungspauschale 0,38 Euro für jeden vollen Kilometer der einfachen Strecke. Der Satz gilt ab dem ersten Kilometer und nicht erst ab dem 21. Kilometer wie zuvor.

Zählt in der Steuererklärung der einfache Weg oder Hin- und Rückweg?

In der deutschen Steuererklärung wird nur die einfache Entfernung berücksichtigt, also vom Wohnort zur ersten Tätigkeitsstätte. Die Kilometer werden nicht für Hin- und Rückweg verdoppelt, da dies bereits in der Konstruktion der Pauschale enthalten ist.

Wie viele Arbeitstage kann man in der Erklärung ansetzen?

In der Erklärung dürfen nur die Tage angegeben werden, an denen der Arbeitnehmer tatsächlich zur Arbeitsstätte gependelt ist. Urlaubstage, Krankheitstage, Homeoffice-Tage sowie Dienstreisen, die von zu Hause aus starten, werden nicht berücksichtigt.

Gibt es die Entfernungspauschale auch bei Fahrten mit Bus oder Bahn?

Ja, die Pauschale gilt unabhängig vom Verkehrsmittel, sie kann also auch bei Fahrten mit Bus, Bahn, Fahrrad oder Fahrgemeinschaft angewendet werden. Bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel müssen jedoch eventuelle Zuschüsse des Arbeitgebers berücksichtigt werden, da sie den absetzbaren Betrag verringern können.

Gilt der 4.500-Euro-Höchstbetrag beim eigenen Auto?

Der Höchstbetrag von 4.500 Euro gilt grundsätzlich für Personen, die ohne eigenen Pkw pendeln, z. B. mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei Fahrten mit dem eigenen Auto oder einem vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Fahrzeug gilt diese Grenze in der Regel nicht.

Wo trägt man die Entfernungspauschale in der deutschen Steuererklärung ein?

Die Entfernungspauschale wird in der Steuererklärung als Werbungskosten eingetragen. In der Praxis betrifft das den Teil, der mit den Fahrten zur Arbeit zusammenhängt, in der Regel in der Anlage N.

Was ist die Mobilitätsprämie für Berufspendler?

Die Mobilitätsprämie ist eine zusätzliche Unterstützung für Menschen mit niedrigem Einkommen, die einen langen Arbeitsweg haben und den steuerlichen Abzug nicht vollständig nutzen können. Sie kann besonders wichtig sein für Arbeitnehmer, die mehr als 20 km pro Strecke zur Arbeit pendeln.

Artikel von

Maciej Wawrzyniak

Maciej Wawrzyniak ist ein erfahrener Unternehmer, dessen Unternehmen jedes Jahr mehr als 40.000 Steuererklärungen erstellt. Als Mitbegründer von Taxando bringt er seine Erfahrungen und Kenntnisse in den Bereichen Finanzen, Marketing und Steuern in das Projekt ein.

Privat liebt Maciej sportliche Herausforderungen, spielt Gitarre und schwimmt gerne im See. Außerdem ist er stolzer Vater von drei Söhnen.

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