Biersteuer: Drei Fakten zum internationalen Tag des Bieres

Viele Menschen genießen zum Feierabend oder am Wochenende ein kühles Blondes. Passend zum Tag des Bieres am 7. August haben wir untersucht, wie viel Bund und Länder an dem beliebten Gerstensaft in Form von Steuer mitverdienen.

 

Die Biersteuer errechnet sich über die Stammwürze, die bei den Biersorten stets unterschiedlich hoch ist und in Grad Plato gemessen wird. Bockbier weist im Schnitt den höchsten Grad auf, wodurch diese Bierart auch mit der höchsten Steuer belegt ist:

Steuereinnahmen durch Bier sind Ländersache. Das Statistische Bundesamt hat die offiziellen Zahlen der einzelnen Bundesländer für 2019 veröffentlicht. Wir haben die Ergebnisse zusammengetragen:

 

Über die Untersuchung
Aus den Angaben zur Stammwürze (in Grad Plato) der 20 beliebtesten Biermarken Deutschlands wurde der durchschnittlichen Grad Plato der einzelnen Biersorten (Pils, Weizen, Bock, Dunkles, Helles, Malzbier und Radler) berechnet. Mit der Berechnungsformel des Bundesfinanzministeriums (0,787 Euro pro Grad Plato für einen Hektoliter Bier) wurden dann die steuerlichen Abgaben für einen Kasten von 20 Flaschen a 0,5 Liter und für den deutschen Pro Kopf-Verbrauch von 99,7 Litern kalkuliert. Die Angaben der Biersteuereinnahmen der Bundesländer sind dem Statistischen Jahrbuch 2019 des Statistischen Bundesamtes zu entnehmen. Die Biersteuer ist eine indirekte Steuer, d.h. sie wird den Brauereien, die über 200.000 Hektoliter pro Jahr produzieren, auf diese Art in Rechnung gestellt. Diese wiederum geben die Kosten an die Verbraucher*innen weiter.